Ratgeber
HU-Checkliste: woran Fahrzeuge am häufigsten scheitern
Die meisten Mängel bei der Hauptuntersuchung sind keine Überraschung. Sie lassen sich vorher erkennen – und oft mit wenig Aufwand beheben.
1. Beleuchtung
Der Klassiker. Defekte Kennzeichenleuchten, ausgefallene Bremslichter und falsch eingestellte Scheinwerfer stehen ganz oben. Lassen Sie sich die Beleuchtung von jemandem kontrollieren, während Sie Blinker, Bremse und Rückfahrscheinwerfer betätigen.
2. Bremsen
Zu dünne Beläge, verrostete Scheiben nach langer Standzeit, ungleiche Bremswirkung und poröse Bremsschläuche. Ein Blick durch die Felge zeigt oft schon, wie es um die Scheiben steht.
3. Reifen
Profiltiefe unter 1,6 mm, Risse in der Flanke, einseitiger Abrieb oder eine Reifengröße, die nicht in die Papiere passt.
4. Achsen, Federung, Lenkung
Ausgeschlagene Querlenkerbuchsen, gerissene Manschetten, undichte Stoßdämpfer. Merkbar am Poltern über Bodenwellen.
5. Rost an tragenden Teilen
Bei älteren Fahrzeugen der häufigste ernste Befund. Kritisch sind Längsträger, Federbeindome, Schweller und Aufnahmepunkte des Fahrwerks. Oberflächenrost ist kein Mangel – durchgerostete tragende Teile schon.
6. Ölverlust und Abgas
Tropfender Motor oder ein Fehler im Abgassystem, der die AU verhindert. Leuchtet die Motorkontrollleuchte, ist die Untersuchung in der Regel schon deshalb nicht zu bestehen.
Was Sie selbst vorher tun können
- Beleuchtung komplett durchgehen
- Profiltiefe und Reifenalter prüfen
- Wischerblätter und Scheibenwaschanlage kontrollieren
- Warnweste, Warndreieck und Verbandkasten samt Haltbarkeitsdatum
- Unter dem Fahrzeug nach Öltropfen sehen
- Fahrzeugschein und letzte HU-Bescheinigung bereitlegen
Alles, was darüber hinausgeht – Bremswirkung, Achsspiel, Rost an tragenden Teilen –, gehört auf die Bühne.
HU/AU-Vorbereitung in Ennepetal
Erst prüfen, dann zur Hauptuntersuchung – damit Sie nicht zweimal fahren.